Das Projekt

Was Zeit, Krieg und Eiserner Vorhang zerrissen hatten, das wird seit über drei Jahrzehnten wieder verbunden. Früher schuf der Goldene Steig als Handelsweg Brücken zwischen den Menschen, diente zum Austausch von Gedanken, Erfahrungen und Kultur und war im Mittelalter einer der bedeutendsten Handelswege zwischen dem bayerischen Donaugebiet und Böhmen. Die starke Frequentierung des Goldenen Steigs wirkte sich direkt auf die Besiedlungsgeschichte der Region aus. Der Goldene Steig gehört damit zum wesentlichen Kulturgut des bayerisch-böhmischen Grenzgebiets und bildet einen Meilenstein in der Geschichte der Region.

Dies verschiedenen Zweige ziehen sich immer noch wie historische Schnüre durch Bayer- und Böhmerwald, die nun mit neuen kulturellen Perlen besetzt werden. In den deutschen Gemeinden Hinterschmiding und Philippsreut, den Städten Waldkirchen und Freyung und dem Markt Röhrnbach verweisen in Zukunft entlang von Wanderwegen Tafeln darauf, wie dereinst die Salzsäumer ihre schwere, aber wichtige und wertvolle Last in Richtung Böhmen transportierten.

Durch Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung und Aufwertung des ehemaligen Handelswegs soll der historische Verlauf des Goldenen Steigs gesichert werden. Die Fortführung des Projektes "1.000 Jahre Goldener Steig" im Sinne einer Aufwertung des Weges soll dabei der Auseinandersetzung der Bevölkerung mit dem gemeinsamen Kulturgut dienen und damit der Schlüssel zum weiteren Erhalt des gemeinsamen Kulturguts sein.

Das kulturelle Erbe entlang des einstigen Salz-Handelswegs Goldener Steig mit Erinnerung und neuen Kontakten füllen, das ist Ziel einer Idee, die von der Europäischen Union gefördert wird.

Säumer